MEIN STANDPUNKT ZUM ISLAM UND DEN MUSLIMEN

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BILD: Kian Kermanshahi und der von mir immer noch geschätzte Theologe Hojjatul Islam Ahmad al Khatib aus dem Irak bei einem Gedankenaustausch.
MEIN STANDPUNKT ZUM ISLAM UND DEN MUSLIMEN
Da ich von so vielen Kritikern höre, die sich entweder nicht die Zeit nehmen, meine Beiträge zu lesen, oder die die Unterscheidung zwischen Islam und Muslimen einfach nicht verstehen, halte ich es für das Beste, nochmal klarzustellen, was ich hier mache. Es ist notwendig geworden, weil mich sowohl andere Ex- Muslime, Religionskritiker und eine Stiftung(BGS) als “rechts” und “verallgemeinernd” gebrandmarkt haben. Wer mich mittlerweile kennt weiß, dass ich keinen Pfifferling auf Zurückhaltung meiner Meinung gebe. Daher werd ich hier aufrichtig niederlegen, was ih mit meinen Postings bezwecke.
Der Islam ist eine Ideologie – eine Reihe von Ideen. Es wird nicht durch das definiert, was ein Muslim möchte, sondern durch das, was der Islam ist. Keine Ideologie steht über der Kritik – insbesondere eine, die explizit die politische und soziale Dominanz über jeden einzelnen Menschen auf dem Planeten anstrebt. Es hat auch keinen Anspruch auf Menschenrechte, die für Einzelpersonen gelten, da Weltanschauungen keine Rechte haben.

Muslime sind Individuen. Ich glaube aufrichtig daran, dass kein Muslim irgendwo auf der Welt geschädigt, belästigt, stereotypisiert oder anders behandelt werden sollte, als du und ich, allein aufgrund seines Status als Muslim.
Als Ideologie hat der Islam nicht notwendigerweise Anspruch auf den gleichen Respekt und die gleiche Akzeptanz. Ideen haben nicht das gleiche moralische Gewicht. Die Gefühle oder die Anzahl derjenigen, die glauben, machen die Idee nicht wahr oder gut. Schlechte Ideen sollten herausgefordert werden, bevor sie schlimme Konsequenzen haben.
Der Islam ist nicht einfach ein Glaube an Gott. Der Islam ist ein Wort, das Unterwerfung bedeutet.(Taslima) Der Islam ist eine Reihe von Regeln, die eine soziale Hierarchie definieren, in der Muslime sich Allah unterwerfen, Frauen sich Männern unterwerfen und alle Nicht-Muslime sich der islamischen Herrschaft unterwerfen.
Da wir nicht in einem muslimischen Land leben, in dem Zensur, Einschüchterung und rohe Gewalt schamlos eingesetzt werden, um den Islam vor intellektuellen Analysen zu schützen, können wir unser Recht, über die Vorzüge des islamischen Wertesystems gegen erleuchtende Werte zu debattieren, weiterhin offen ausüben.
Sind Männer Frauen wirklich überlegen, wie der Quran sagt? Sind Frauen intellektuell unterlegen, wie Muhammad es gelehrt hat? Bietet die Verbreitung von Material, das Menschen anderer Religionen inmitten willkürlicher Aufrufe zur Gewalt verflucht, wirklich ein besseres soziales Umfeld? Ist es richtig, Frauen als (Sex)sklavinnen zu halten, nur weil der Quran sich Mühe gibt, diese Praxis an zahlreichen Stellen im Quran zu verteidigen? Müssen sich Atheisten und Homosexuelle zwischen der Schlinge und einem äußerlichen Bekenntnis zu Allah entscheiden?
Ja, es gibt Muslime, die sich mit diesen Aspekten der islamischen Theologie auseinandersetzen, aber das ändert nichts an dem, was der Islam selbst ist.
Verwechselt die Ideologie nicht mit dem Individuum. Zieht keine Schlussfolgerungen über den Islam, die auf den Muslimen beruhen, die ihr kennt oder in den Nachrichten seht, seien es gewaltbereite Muslime, Terroristen oder aufrichtige Humanisten.
Der Islam muss auf der Grundlage dessen verstanden werden, was er ist, wie es objektiv im Quran, in den Hadithen und in der Sira (Biographie Mohammeds) dargestellt ist.
Zieht auch keine Schlussfolgerungen über die Muslime in Ihrem Leben, bei der wahren Natur des Islam. Wie jede andere Gruppe denken nicht alle Muslime gleich. Auch wenn es keinen gemäßigten Islam gibt, heißt das nicht, dass es keine gemäßigten Muslime gibt.
Wenn jahrelanger Dialog mich irgendetwas gelehrt hat, ist es so, dass die meisten Muslime, ungeachtet ihres Selbstbewusstseins, ein oberflächliches Verständnis ihrer Religion haben. Einige sind säkular und nur sehr wenige haben die Wahl getroffen, selbst Muslim zu sein. Wie bei jeder Religion gibt es sehr unterschiedliche Grade an Ernsthaftigkeit, mit denen die Lehren des Islam aufgenommen werden.
Die Muslime, die ihr kennt, sind keine Terroristen. Höchstwahrscheinlich sind ihre Lebensinteressen ähnlich wie eure und sie haben die gleichen Ambitionen für ihre Kinder. Sie sollten weder gemieden, misshandelt noch allein aufgrund ihrer Religion missachtet werden. Ihre Würde darf nicht genommen werden.
Ein Individuum durch seine Gruppenidentität (oder vermutete Gruppenidentität) zu beurteilen, ist nicht nur unethisch, sondern auch völlig irrational, da die Gruppenidentität nichts über eine einzelne Person aussagt. Jeder Einzelne sollte nur nach seinen eigenen Worten und Taten beurteilt werden.
Daher mein kleiner Rat an meine Leser:
Behandle die islamische Ideologie mit strenger Vorsicht aber mit akademischer Fairness und behandle den Muslim als Individuum mit Freundlichkeit.
Beurteile den Islam nicht nach den Muslimen, die du kennst, und beurteile nicht die Muslime, die du nach dem Islam kennst.
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